6. September 2025
„Knapp daneben ist auch vorbei“ – Herzschlagfinale beim 8-Stunden-Rennen am Lausitzring
Bericht von Markus Lerf

Fotos von Markus Leif
Lausitzring, 6. September 2025 – Ein dramatisches Rennen, ein denkbar knapper Zielsprint: Das 8-Stunden-Rennen des Velofondo am Lausitzring bot alles, was den Ausdauerradsport ausmacht. Nach 337 Kilometern und über acht Stunden im Sattel musste sich Markus Lerf vom RC Allgäu mit einem Rückstand von nur 0,4 Sekunden geschlagen geben. Der Sieg ging an Tilo Schmigale – ein verdienter Erfolg, den Markus sportlich nahm.
„Ich hab alles gegeben“, so Lerf nach dem Rennen. „Im Sprint war Tilo einfach einen Tick schneller. Er hat das taktisch clever gemacht und war im entscheidenden Moment voll da.“
Lausitzring: Flach, schnell – und gnadenlos konstant
Der Rundkurs auf dem Lausitzring misst 11,2 Kilometer pro Runde und ist als Renn- und Teststrecke für den Motorsport ausgelegt. Auch wenn die Strecke topfeben ist, verlangt sie einem durch die gnadenlose Monotonie alles ab.
„Im Allgäu haben wir jede Menge Höhenmeter – das ist mein Terrain“, erklärt Lerf. „Hier auf dem Ring geht es nicht ums Klettern, sondern um reine Tempohärte. Du hast keine Erholungsphasen – jeder Meter ist Belastung.“
31 Runden, kein Anstieg, reines Geholze: Markus Lerf meisterte die Herausforderung mit Bravour. Seine Leistung unterstreicht, dass nicht nur Bergfahrer Qualitäten braucht, wer ganz vorne mitmischen will.
Wer glaubte, ein flacher Kurs sei ein Spaziergang, wurde eines Besseren belehrt.
„Hier brauchst du keinen Kletterer mit Waden aus Stahl – sondern jemanden, der acht Stunden lang den Kopf unten und die Leistung oben hält“, schmunzelt Lerf. „Das ist wie Dauerfeuer auf der Kurbel.“
Seine Performance zeigt: Es ist nicht das Höhenprofil, das entscheidet – sondern der Wille, jede Runde aufs Neue alles rauszuholen.
Der Zielsprint: Sekundenbruchteil entscheidet über den Sieg
Nach mehr als acht Stunden Rennzeit entschieden wenige Meter über Platz eins. Im letzten Sprint mobilisierte Tilo Schmigale die entscheidenden Reserven und zog aus dem Windschatten knapp an Lerf vorbei. 0,4 Sekunden trennten die beiden auf der Ziellinie.
„Es war verdammt eng“, so Lerf, der trotz der hauchdünnen Niederlage zufrieden war. „Ich bin stolz auf meine Leistung – und ehrlich gesagt war es ein geiles Rennen. Ich weiß jetzt, was ich beim nächsten Mal anders mache.“
Top-Event für Fahrer und Zuschauer
Das Velofondo am Lausitzring war auch 2025 wieder ein echtes Radsport-Highlight. Die perfekten Bedingungen, eine professionelle Organisation und das einzigartige Flair einer Motorsport-Teststrecke machten das Event zu einem besonderen Erlebnis – für Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen.
Fazit: Platz zwei mit Ausrufezeichen „Das war ein Rennen, das ich nicht so schnell vergessen werde“, resümiert Markus Lerf. Auch wenn es am Ende nicht ganz zum Sieg reichte, bleibt ein starker zweiter Platz und die Motivation, beim nächsten Mal noch entschlossener anzugreifen und cleverer zu agieren.
Denn eines ist sicher: Im nächsten Zielsprint wird der Blick nicht nur nach vorne sondern auch nach hinten gerichtet.


