25. Oktober 2026
Pirmin Nagel vom BDR für die Weltmeisterschaft im Enduro MTB nominiert
Zufrieden mit der Leistung in Ligurien/Italien

Fotos von Lars Weitzel
Pirmin Nagel nahm nach seiner Nominierung durch den BDR an der Weltmeisterschaft im Enduro-MTB in Italien teil. Hier sein persönlicher Bericht:
„Der Zeitplan sah wie folgt aus: Ich bin am Donnerstag angereist, am Freitag fand das Training statt, Samstag war Ruhetag und gleichzeitig das E-Bike-Rennen. Am Sonntag stand dann das World Champs Rennen in der Enduro auf dem Programm.
Am Freitag sind wir den gesamten Kurs abgefahren. Die Strecke war knapp 77 Kilometer lang, hatte circa 2.000 Höhenmeter bergauf und 3.000 Tiefenmeter bergab. Insgesamt waren wir knapp acht Stunden unterwegs.
Es gab sechs Stages, von denen einige ziemlich lang waren. Zusätzlich gab es immer wieder Anstiege innerhalb der Stages, teilweise mit bis zu 60 Höhenmetern. Zwischen zwei Trails musste man beispielsweise nochmal einen Feldweg hochfahren.
Am Freitagabend fand außerdem eine Parade statt, bei der jedes Land durch das Finale zog. Auf der Bühne wurden die Fahrer und ihre Nationalitäten vorgestellt.
Den Samstag habe ich genutzt, um mein Bike nochmal vorzubereiten und mich vor dem Rennen zu erholen. Leider habe ich mich da bereits nicht ganz fit gefühlt.
Im Rennen habe ich mich auf der ersten Stage zunächst noch ganz gut gefühlt. Sie dauerte circa 15 Minuten und ich erreichte Platz 71. Damit war ich nicht zufrieden, da ich mir eigentlich mehr vorgenommen hatte. Spätestens nach der zweiten Stage habe ich jedoch gemerkt, dass mir durch die Erkältung und die körperlichen Anforderungen des Rennens zunehmend die Energie fehlte. Von da an ging es vor allem darum, den Kurs möglichst fehlerfrei und innerhalb des Zeitlimits zu beenden.
Nach Stage 2 folgte ein großer Uphill mit circa 800 Höhenmetern zur dritten Stage. Anschließend ging es nochmal ungefähr 500 Höhenmeter bergauf zur vierten Stage. Diese war etwas kürzer, während die fünfte deutlich länger war und zusätzlich einen Uphill mit rund 60 Höhenmetern beinhaltete. Gerade mit der Erkältung war das sehr anstrengend, und ich musste kämpfen, um das Rennen durchzuziehen.
Die letzte Stage war atmosphärisch nochmal ein Highlight, mit vielen Fans am Start. Ich war froh, den anspruchsvollen Kurs ohne Sturz und Verletzung beendet zu haben. Am Ende belegte ich Platz 77 von 120 Startern.
Mein ursprüngliches Ziel war es, in die Top 50 zu fahren. Im Laufe des Rennens habe ich allerdings gemerkt, dass es körperlich einfach nicht wie gewohnt lief. Ich habe alles gegeben, musste aber akzeptieren, dass an diesem Tag nicht mehr drin war.
Im Nachhinein bin ich deshalb mit Platz 77 bei meiner ersten Weltmeisterschaft zufrieden, gerade unter diesen Umständen. Jetzt heißt es erst einmal, mich zu erholen und im Winter wieder zu trainieren. Darauf können wir nächstes Jahr auf jeden Fall gut aufbauen.“



