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19. Januar 2024

Die „beste Idee“ ist ein Renner - 3. Tour de Allgäu und 2. Jugendtour im April bereits jetzt mit illustrem Starterfeld (12.-14.04.2024)

Die „beste Idee“ ist ein Renner - 3. Tour de Allgäu und 2. Jugendtour im April bereits jetzt mit illustrem Starterfeld (12.-14.04.2024)

von Uli Hugger

Die Meldeliste der dreitägigen „Tour de Allgäu“ im Ostallgäu und Schongau füllt sich. Die dritte Ausgabe des anspruchsvollen Radrennens im April 2024 zieht erneut namhafte Elite-Amateur-Teams und auch UCI-Mannschaften nach Schweinlang/Kraftisried und Burggen.

Vor zwei Jahren wagten Klaus Görig, Radsport-Enthusiast und Macher beim RC Allgäu, und sein Kollege Johann Sanktjohanser von „Concordia Burggen“ die Zusammenlegung ihrer beiden Frühjahrs-Klassiker über je 120 Kilometer und setzten diesen ein 3-Kilometer-Bergzeitfahren voran. Das war seine „beste Idee“ in den 30 Jahren, in denen er Radrennen veranstaltet, sagt Görig. Denn die drei Etappen-Tour, zusammengesetzt aus den auch weiterhin für Einzelstarter offenen Tagesrennen, ist sowohl bei nationalen, als auch internationalen Teams beliebt. „Wir hatten bei der zweiten Auflage der „Tour de Allgäu“ im vergangenen Jahr 860 Teilnehmer. Das ist eine Steigerung von 186 Athleten im Vergleich zur Premiere 2022. Das bestätigt uns, dass die Tour von den Sportlern und Rennställen angenommen wird“, freut sich der 68-Jährige über die Wertschätzung und den Stellenwert innerhalb der Radsportszene für den noch jungen Wettbewerb. Sechs UCI Mannschaften und weitere Equipes mit Sportlern aus fünf Ländern waren im vergangenen Jahr beim Gesamtsieg von Jakob Geßner und dessen Koblenzer Kontinentalteam „Lotto Kern-Haus“, das die Mannschaftwertung gewann, am Start gewesen.

Der Clou nebenbei: Die Tour fließt auch in die Wertung der anschließenden Rennen des „Sparkasse Allgäu -Willi Koller's-Radboutique-Cup“ in Pinswang und Günzach ein und sorgt auch dort für eine steigende Teilnehmerzahl. 2023 waren es insgesamt 1130 Teilnehmer.

Auch die im vergangenen Jahr erstmals im Rahmen der Elite-Tour veranstaltete „Jugendtour de Allgäu“ wird nach ihrem Erfolg 2023 fortgesetzt. Die beiden rührigen Radsportvereine verschreiben sich schon seit vielen Jahren der Nachwuchsarbeit und bauten immer schon größere Nachwuchsrennen in ihr Rennprogramm ein. Nun sucht die zweite Ausgabe der Jugendtour im Rahmen der 3. Tour de Allgäu ihre Meister und Nachfolger von Sophia Schrödel (SV Marienstein) und Zeno Levi Winter (RSC Cottbus).

„Von den zur Zeit rund 40 deutschen Radsportlern und Radsportlerinnen, die in den UCI-World- und Pro-Tour-Teams verpflichtet sind, waren schon über 20 bei einem Nachwuchsrennen in Schweinlang am Start“, blättert Görig stolz in der Vereinsgeschichte und erwähnt gerne, dass Cracks aus der obersten Liga des Weltverbandes UCI wie Maximilian Schachmann und Pascal Ackermann in jungen Jahren in Schweinlang schon ganz oben auf dem Treppchen standen.
Auch diesmal setzt man wieder auf die Teilnahme der besten U23-Fahrer des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) aus Kontinental- und Bundesligateams. „Die Tour de Allgäu wird auch 2024 ein Highlight für alle Radsportfans aus dem Allgäu. Sie werden viele UCI-Sportler und Kadersportler des BDR sehen und anfeuern können.“ Selbstverständlich brauchen sich die heimischen Rad-Athleten – allen voran die Jungs vom RSC Kempten mit dem letztjährigen Tagessieger von Burggen, Moritz Augenstein – nicht zu verstecken. Sie mischen mit Sicherheit an allen drei Radsport-Tagen vorne mit. Internationale Anfragen für die aktuelle Ausgabe erhielten die Organisatoren bereits aus der Schweiz und den Niederlanden.

Die beiden kleinen Rad-Clubs haben dank ihrer Sponsoren, allen voran die Hauptsponsoren „Sparkasse Allgäu“ und „Willi Koller's-Radboutique“, das Preisgeld für die Gesamtwertung und die Leadertrikots (Gesamtsieg, Punkte-, Berg- und Nachwuchswertung) auf nun 1200 Euro erhöht. Für die Sportler und Sportlerinnen ein Zugewinn.

In der Gesamtrechnung sieht das Klaus Görig, der 2023 die silberne Ehrennadel des BDR erhielt und selbst rund 20.000 Kilometer auf dem Renner unterwegs war, auch für die Region Unterthingau ein Gewinn mit folgender Rechnung:
„300 Übernachtungen an zwei Tagen, die Frequenz in den heimischen Geschäften, Lokalen und auch an den Tankstellen – da kommt schon etwas für die lokale Wirtschaft zusammen.“
Aber nichts gehe, so betont Görig eindringlich, ohne die vielen fleißigen Helfer des RC Allgäu und Concordia Burggen, ohne den Landkreis, die Gemeinden und Behörden, ohne Feuerwehr, Rotes Kreuz Bayern und die Geduld und das Verständnis der Anlieger an den Rennstrecken. Görig vergisst auch das Verpflegungsteam für die Zuschauer und die fleißigen Helfer für den Auf und Abbau nicht. „So eine Veranstaltung geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Nun hofft man auf gute Wetterprognosen für 12. bis 14. April. Selbst wenn das Fahrerfeld bei der bestens organisierten „Tour de Allgäu“ die reizvolle Streckenführung selbst nicht wirklich genießen kann: Eine trockenere und wärmere Witterung als im Vorjahr steht sicher ganz oben auf dem Wunschzettel der Protagonisten und Protagonistinnen.

Gemeldet wird für die „3. Tour de Allgäu“, für die „Jugendtour de Allgäu“, für die Tagesrennen an sich und den „Sparkassen Allgäu -Willi Koller´s Radboutique Cup“ über das rad-net-Ausschreibungs-Portal des BDR. Alle Infos finden sich auf der Homepage des RC Allgäu https://www.rc-allgaeu.de/tour-de-allgaeu-2024.

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